Belle Epoque
 
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BelleEpoque (frz. "schöne Zeit")

ist die Bezeichnung für eine Zeitspanne von etwa 30 Jahren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert,
Die Menschen dieser Periode waren optimistisch hinsichtlich der politischen, technischen und kulturellen Aussichten.
Die Belle Epoque ereignete sich im wesentlichen auf den Boulevards der Metropolen, in den Cafés und Cabarets, den Ateliers und Galerien, den Konzertsälen und Salons – getragen von einem mittleren und gehobenen Bürgertum.
Man kann sagen: in diesem besonderen historischen Rahmen konnten sich Kunst und Kultur – auch eine Kultur der unbeschwerten, öffentlichen Unterhaltung – besonders intensiv und vielfältig weiterentwickeln. Das vor allem hat der Epoche ihren glänzenden Namen gegeben.
Die Entwicklungslinie verlief
- in der Bildenden Kunst vom Impressionismus über den Jugendstil zum Kubismus (beispielhafte Vertreter der drei Stilrichtungen: Paul Cézanne, Franz von Stuck, Pablo Picasso);
- in der Musik von der Spätromantik über den Impressionismus zur atonalen Musik (Gustav Mahler, Claude Debussy, Arnold Schönberg);
- in der deutschen Literatur vom Naturalismus über den Impressionismus und Symbolismus zum Expressionismus (Gerhart Hauptmann, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn);
- in der Architektur vom Historismus über den Jugendstil zu einer Haltung der Sachlichkeit, wie sie z. B. Peter Behrens mit seiner Industriearchitektur vertrat.
Auch die Mode, besonders die Damenmode, geriet in Bewegung, von victorianischem oder wilhelminischem Prunk allmählich zur Befreiung aus den Zwängen der Korsetts, allerdings erst nach 1900. In diese Zeit fällt auch die Bewegung zur Entwicklung einer Reformkleidung für Frauen.

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